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Jetzt, mit 35 Jahren, bin ich endlich frei!
Und verkörpere die unabhängige Frau, die ich mir schon damals in meinem türkischen Umfeld gewünscht habe. Denn da habe ich das Gegenteil...


„Neslihan Du bist eine erwachsene Frau und kannst für Dich entscheiden“
Dieser Satz sorgt noch heute für einen kurzen Irritationsmoment bei mir. Als jüngstes Familienmitglied bin ich mit dem Label...


Ich hab ein Jahr gebraucht, um mir die Freiheit zu erlauben, Deutschland zu verlassen 🌍
Seit Anfang dieser Woche habe ich mich vorerst von Berlin verabschiedet. Und erlaube mir meinen Traum von einem ortsunabhängigen Leben zu leben. Ja richtig gelesen: Ich erlaube es mir! Denn dieser Traum begleitet mich schon so lange. Aber ich habe mich nie getraut, ihn zu verwirklichen. Obwohl ich mich genau dafür selbständig gemacht habe. Und meine neu gewonnene Freiheit dafür nutzen wollte, um die Welt zu bereisen und an unterschiedlichen Orten zu arbeiten. Jetzt auch noch


Als ich 2017 nach Berlin zog, war mein Plan, für 6 Monate zu bleiben.
Aus den geplanten 6 Monaten sind nun mehr als 6 Jahre geworden. Ein Praktikum, das ich zu Ende meines BWL-Studiums absolvierte, führte mich aus dem beschaulichen Münsterland in die große Hauptstadt. Zu dem Zeitpunkt kannte ich niemanden in Berlin: hatte weder Freunde noch Familie hier. Aber ich dachte mir nichts dabei. Schließlich hatte ich nicht vor, lange zu bleiben. Doch schon in den ersten Tagen stellte ich fest, wie sehr mich die Stadt mit ihren Ecken und Kanten fesselte


Die eigenen Eltern stolz machen. Ist das nicht der Wunsch eines jeden Kindes?
Nun ja: zumindest war es meiner. Und er hat mich lange Zeit angetrieben. Der große Wunsch meiner Eltern war, dass jedes ihrer 3 Kinder zunächst eine Ausbildung und anschließend ein Studium abschließt. Und genau diesen Wunsch hat ihnen jedes Kind erfüllt: Ich habe zum Beispiel nach einer abgeschlossenen Banklehre BWL studiert. Doch ihr Wunsch war nicht mein Wunsch. Und das habe ich sehr früh gemerkt. Schon zu Beginn meiner Ausbildung spürte ich einen großen Widerstand bei dem.


Das bin ich. Bei meinem ersten Speaker-Auftritt!
Und ich habe mich richtig wohl dabei gefühlt. 😊 Im Sommer letzten Jahres kündigte Cem Karadag - Co-Founder der Persönlichkeitsentwicklungs-Plattform Kom(m)pass ein bevorstehendes Speaker-Event an. Zu dem Zeitpunkt hatte ich weder als Speaker auf einer Bühne gestanden noch wusste ich, wie man eine Keynote schreibt. Geschweige denn, was ich überhaupt auf der Bühne erzählen würde. Doch mein erster Impuls war: „Neslihan, bewirb dich als Speaker.“ 💪 Ich folgte meinem Impuls und


Ich heiße Neslihan. Und liebe meinen Namen!
Doch früher habe ich ihn mit Sarah, Laura oder Julia ersetzt. Zumindest bei Starbucks. Ich hatte keine Lust, ihn immer wieder zu buchstabieren. 🙄 Und wollte meinen Namen einfach nur nennen und gut ist. Schon als Kind habe ich mit einem deutschen Namen das Gefühl von Freiheit und Zugehörigkeit verbunden. Ich dachte, wenn ich statt Neslihan zum Beispiel Sarah heiße… 👉…höre ich endlich keine „Oh Gott“ Ausrufe mehr, sobald andere meinen Namen auf einem Dokument lesen und ihn au
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