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  • AutorenbildNeslihan

Ich heiße Neslihan. Und liebe meinen Namen!


Doch früher habe ich ihn mit Sarah, Laura oder Julia ersetzt.

Zumindest bei Starbucks.


Ich hatte keine Lust, ihn immer wieder zu buchstabieren. 🙄

Und wollte meinen Namen einfach nur nennen und gut ist.


Schon als Kind habe ich mit einem deutschen Namen das Gefühl von Freiheit und Zugehörigkeit verbunden.

Ich dachte, wenn ich statt Neslihan zum Beispiel Sarah heiße…


👉…höre ich endlich keine „Oh Gott“ Ausrufe mehr, sobald andere meinen Namen auf einem Dokument lesen und ihn aussprechen müssen

👉…hören Menschen auf, immer wieder nach einem Spitznamen zu fragen,

👉…werde ich nicht mehr mit Fragen nach meiner Herkunft konfrontiert.


In der Schule wusste ich: wenn Lehrer bei der Überprüfung der Anwesenheitsliste stockten, dass sie bei meinen „interessanten Namen“ angelangt waren.

Denn ich war die einzige Schülerin mit Migrationshintergrund in meiner Klasse.


Meist blickten sie hilfesuchend in den Klassenraum, weil sie meinen Namen nicht aussprechen konnten.

Ich rief laut und deutlich: „Ich heiße Neslihan.“

Und spürte anschließend die Erleichterung meiner Lehrer.


Auch ich war erleichtert, denn dadurch ersparte ich mir das Gelächter meiner Mitschüler, die sich über die Aussprache-Versuche meiner Lehrer amüsierten.


Lange Zeit habe ich zugelassen, dass andere sich über meinen Namen lustig machen.

Lange Zeit bin ich anderen immer wieder mit einem Spitznamen entgegengekommen.

Habe den ein oder anderen Kommentar wohlwollend überhört.


Heute mache ich es anders!

Ich stehe zu mir und zu meinem Namen.

Ich mute anderen zu, dass sie ihn lernen und richtig aussprechen.

Oder dass sie ihn zumindest richtig schreiben, wie z.B. hier bei Starbucks 😉


Und das bringe ich auch meinen Kunden bei:

✅ Zu sich selbst zu stehen,

✅ Für sich einzustehen,

✅ Den Weg zu gehen, den sie gehen möchten.

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